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Im Trentino mit der „Zecke“ – Kawasaki KLX 250

Die Entscheidung stand schon fest! Ich fuhr im diesjährigen Urlaub im Trentino/Dolomiten nicht mit der Kawasaki Z1000, sondern mit meiner „Zecke“…der Kawasaki KLX 250. Die hatte ich erst im März 2015 gekauft und zwischenzeitlich so viel Spaß gehabt, dass sie mit in den Urlaub durfte. Gesagt getan!

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Also ab nach Südtirol ins MoHo Hotel Diana. Ganz am Rande bemerkt: Das Hotel wird uns nicht mehr sehen. Punkt! Vermutlich war es Pech, dass sich zur gleichen Zeit alle verfügbaren Vollpfosten trafen. Vielleicht ist das aber auch das normale Ambiente. Kurzbeschreibung: Fast nur „typisch“ deutsche Biker…..wohlgenährt…..geringe bis gar keine Haarpracht und….“topmodisch“ gekleidet. Genauso wie man das aus seinen Alpträumen kennt. Gekrönt wurde dieser Eindruck noch durch vorbildfreies Benehmen im Stil einer Klassenfahrt mit Ziel Jugendherberge. Es herrschte allgemeine Endzeitstimmung!

Und das Hotel mischte munter mit, so kurz vor dem Weltuntergang. Der Parmesan wurde einfach über unser Essen gekippt, während den italienischen Gäste dieser in einer Schale bereitgestellt wurde. Eins von vielen Erlebnissen zum Thema Gastfreundschaft. Irgendwie kommt man sich da blöd vor.

Aber mei, jetzt kommt das Wesentliche…..das Fahren mit der Zecke. Die sorgte schon am ersten Morgen für Aufregung. Gleich nach dem Frühstück ging es ohne Verzögerung zur Hotelgarage. Ich ging also nach unten, vorbei an den vielen „Testfahrern“ und „Lizenzfahrern“, die sich bei der letzten Zigarette und Benzingespräch nochmal Mut machten für die Ausfahrt. Kein Wunder, wartete doch auf jeden ein Höllengerät mit mehreren Hundert Pferdestärken in der Garage. Und dann kam ich: In angemessenem Schritt ging ich mit meinem Einteiler-Lederkombi, Race-Helm, Stiefeln und angeschliffenen Schleifpads an ihnen vorbei. Ich spürte viele Fragende Blicke auf dem Weg zur Garageneinfahrt. Welches Höllengerät gehört wohl zu diesem Auftritt?

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Mit einem Schmunzeln schob ich meine kleine grüne Kawasaki KLX 250 aus der Garage. Natürlich drehten sich alle um und…wie in Zeitlupe öffneten sich viele Münder ohne dass ein Wort folgte. Der Spaß ging aber noch weiter. Ein Druck auf den Starterknopf…..der Motor brachte seinen kleinen Kolben in Gang und…..man hörte…..nichts…..fast nichts. Die Gesichter der Zuschauer zeigten absolute Fassungslosigkeit. Es schien als seien plötzlich alle Gesetzmäßigkeiten außer Kraft. Das Ende der Welt war fühlbar! Ein Schnappschuss hätte bestimmt Chancen für das Foto des Jahres gehabt. Mir egal! In Ermangelung einer Kamera ging es auf und davon. Rauf auf die Berge und Spaß haben.

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Beste Fahrgeschwindigkeit in den Bergen für mich: ca. 70 – 80 km/h. Schneller ist sowieso nicht erlaubt. Das Tempo fuhr ich überall, auch in den Kurven. Vor der Kurve 1-2 mal runterschalten, durch die Kurve ziehen, dann wieder hochschalten…..bremsen vermeiden. In diesem Stil ist der Fahrmodus schnell gefunden.

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Nach meiner Erfahrung machen sich einige Motorradfahrer das Leben nicht einfach. Sie geben auf der Geraden Vollgas, haben aber dann zu kämpfen vor der nächsten Kurve. Da wird mächtig die Bremse gezogen und der Anker geworfen. Das bringt große Unruhe ins Mopped. Das geht viel besser, entspannter und ohne Anstrengung. Mit dem KLX-Modus stellten wir fest, dass uns auch so gut wie niemand überholte. Überholvorgänge gab es nur Innerorts mit vollem Karacho…..kopfschüttel!

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In den engen Serpentinen das gleiche Spiel: Für sich selbst die geeignete Geschwindigkeit finden, vor der Tornante runterschalten, wieder Motorbremse nutzen und danach wieder rausziehen. Auf der Geraden ist dann kein Vollgas nötig um auf Geschwindigkeit zu bleiben. Ich streckte noch beide Knie raus, damit die Kawa schön arbeiten konnte unter mir. Das lief so gut, dass selbst eine BMW S1000RR brav hinter uns blieb. Probiert es aus. Bei mir funktionierte das richtig gut.

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Wir fuhren etliche Touren, viele Kilometer, bei Sonne und Regen. Ich muss sagen, die Kawasaki KLX 250 machte soviel Spaß, dass ich es nicht bereute meine „Dicke“ zu Hause zu lassen. Auch die vorhandenen 27 PS reichten vollkommen aus. Ich fühlte mich zu keiner Zeit untermotorisiert. Die Einscheibenbremse funktionierte immer perfekt, gut dosierbar und machte keine Anstalten zu blockieren. Unsere Fahrt im Regen überzeugte mich vollends. Das geringe Gewicht mit den Enduro-Reifen…..unschlagbar. Da mussten so manche „Elefanten“ abreißen lassen.

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Fazit:

Meiner Meinung nach braucht man nicht mehr Leistung und Kubik um Spaß zu haben. Gerade in den Alpen ist sowas Kleines, Leichtes fast unschlagbar. Der Fun-Faktor ist garantiert! Wenn das Leistungsgewicht vom Fahrer her auch noch passt, kann man schon viele Schwergewichte auf der Straße ärgern. Deshalb heißt die KLX bei mir „Zecke“. Weil man uns nicht so schnell abschütteln kann…..hä..hä

P.S.:

Unter  http://www.svendura.de/tuning.php kann man nachlesen, wie man die KLX noch agiler machen kann…

Mein Tipp:

Empfehlenswert + Kauf-Tipp

Hier noch ein paar technische Daten zur KLX 250:

Hubraum 249 ccm, Leistung 16 KW, Max. Drehmoment 20,5 Nm bei 7.000/min. Radaufhängung vorne: 43-mm-Upside-Down-Gabel, Druckstufendämpfung und Federbasis einstellbar. Radaufhängung hinten: Uni-Trak-Federung mit Zentralfederbein, Druck-/Zugstufendämpfung und Federbasis einstellbar. Bremse vorne: Einzelscheibenbremse (250 mm) im Pedal-Design mit Doppelkolben-Bremssattel. Bremse hinten: Einzelscheibenbremse (240 mm) mit Einkolben-Bremssattel. LxBxH: 2.200 x 820 x 1.205 mm. Radstand: 1.430 mm. Sitzhöhe: 890 mm. Gewicht fahrfertig: 138 kg. Tankinhalt: 7,7 Liter. Auspuffanlage: Komplett aus Edelstahl! Wichtig!

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HONDA Pressetage 2014 #HPT14

Vor geraumer Zeit flatterte Post ins Haus…Honda Pressetage in Weibersbrunn. Perfekt! Natürlich habe ich die Anmeldung gleich ausgefüllt und gefaxt. Jetzt heißt es abwarten … warten … warten … dann ist es soweit. Am 23.04.14 reiste ich zu meiner „Twamilie“ … dort erwartete mich wieder ein Zimmer mit „all inclusive“. An dieser Stelle wieder ein großes „Dankeschööööön“ an @Moppedhexe Nicole und @schrm Ralf.

Tags darauf, am Donnerstag den 24. April war dann Schluß mit lustig. Auf nach Weibersbrunn. Der Wettergott war gut gelaunt … fast wie bestellt! Am Ziel angekommen ging’s erst mal zur Registrierung und der obligatorischen Führerscheinkontrolle. Nach der großen Abschmuserei mit den anderen Twittiods einigten wir uns darauf, den Tag langsam zu beginnen und schnappten uns alle einen der bereitstehenden Roller.

Ich landete zuerst im Sattel der Honda PCX 125. Ein schönes, leichtes Gefährt. Machte Spaß durch den Wald zu düsen. Ist ein sehr leichtfüßiges Fortbewegungsmittel. Auf einem Aussichtspunkt angekommen, war die Zeit gekommen für das erste „Rollergespräch“ und einen Fahrzeugtausch.

Honda 009

Honda PCX 125

Honda Integra mit DCT war der nächste Roller. Schnell auf „S“ gestellt und los ging’s. Toll! Macht Spaß wie Sau und … der grollt irgendwie wie ein Großer!  Ein paar PS mehr und etwas mehr an Gewicht sagen mir deutlich mehr zu, als der PCX. Unebenheiten in der Fahrbahn wurden besser weggefedert. Mit 750 ccm dahingleiten …den kann man sich für’s fortgeschrittenere Alter mal im Hinterkopf behalten.

Honda Integra

Honda Integra

Als nächstes schnappten wir drei Mädels uns die 500er. Es waren zwei CB 500 R und eine CB 500 F vorbereitet. Die „F“ hatte auch den Akra Endtopf. Zuerst dirigierte ich die etwas sportlichere „R“ durch den Spessart. Ich fühlte mich sofort wohl auf der kleinen 500er. Kein Wunder, sie läßt sich zielgenau durch die Kurven treiben. Das vermittelt dem Fahrer ein sehr gutes Gefühl. Ich kann mir gut vorstellen, daß man mit der 500er die größeren und schwereren Motorräder in diesem engen Geläuf sehr gut ärgern kann. Yeah! Die Akrapovic-Anlage machte sich leider nicht so bemerkbar (hörbar) wie erwartet. Auf der Rückfahrt testete ich auch die F-Version. Auch die vermittelt absoluten Spaßfaktor. Im Vergleich hat für mich aber die CB 500 eine Nasenlänge Vorsprung.

Honda CBR 500 R

Honda CBR 500 R

Honda CB 500 F

Honda CB 500 F

Jetzt zum absoluten Spaßmobil. Die Honda CRF 250 steht zur Testfahrt bereit. Schon die Optik ruft dir laut zu: Raufsetzen, wohlfühlen, Spaß haben! Die Supermoto hält im Fahrbetrieb auch, was sie verspricht. Unter dem Helm zogen sich meine Mundwinkel immer weiter auseinander. So einfach und genußvoll kann Motorradfahren sein … und das mit nur 23 PS. Kaum zu glauben!

Honda CRF 250

Honda CRF 250

Honda 033

Sehr gelungen fand ich auch die Honda CB 650 F. Mit seinen 87 PS und 650 ccm ist sie sehr ausgewogen. Nicht zu viel und nicht zu wenig Motorrad. Ein Bike für viele Gelegenheiten. Ich fühlte mich auf der „nicht Hornet“ in jeder Situation gut aufgehoben. Mit einer erstklassigen Sitzposition kann man es auch ohne Red Bull fliegen lassen. Ich kann mir gut vorstellen, daß man mit der CB 650 F auch auf längere Reisen gehen kann. Ein tolles Bike!

Honda CB 650 F

Honda CB 650 F

Honda 017

MittagJetzt erfahren wir auch mehr über das DCT (Dual Clutch Transmission) oder einfach gesagt das Doppelkupplungsgetriebe. Zudem technische Einzelheiten über die neuen Modelle und eine Vorschau, was Honda in der Zukunft geplant hat.Nach dem Mittagessen, das in Form eines leckeren Buffets auf uns wartete, ging es gut gestärkt weiter mit dem Testen.

Nun war die Gang unterwegs. 7 Biker fuhren mit 7 Bikes durch ein Wildgehege. In der Gruppe machte das mal richtig Spaß. Es wurde immer wieder angehalten … Erfahrungen ausgetauscht … und dann die Bikes durchgetauscht. Von der Honda CB 1000 R, stieg ich um auf die sehr interessante Honda CTX 700 N mit DCT! Ich fühlte mich wie auf einem Cruiser. Die Lenkerposition überraschend, aber nicht unangenehm. Auch hier stellte sich schnell ein angenehmes Fahrgefühl ein. Vor allem wenn man sich an’s Sitzpolster anlehnt. Und ab ging die Luzi! Mit einer gewissen Leichtigkeit sitzt man hinter dem Lenker und kann super genau die Ecken der Straße anpeilen. Einmal die Richtung vorgegeben, folgte die CTX brav meinem Befehl. Mir sagte dieses Konzept total zu. Diese 700er sollte man unbedingt einmal gefahren haben.

Honda CB 1000 R

Honda CB 1000 R

Honda CTX 700 N

Honda CTX 700 N

Soll ich … soll ich nicht … soll ich … soll ich nicht? O.K., wenn die Honda CBR 1000 RR SP schon mal dasteht, wird sie auch probe gefahren. Nach kurzem Check dachte ich:  Na ja, gar nicht so schlecht! Bin mal gespannt wie die CBR weiter oben auf dem schlechten Teil der Straße das Terrain „erfährt“. Der Wahnsinn! Kein hartes bocken und rumgespringe, wie man es von Supersportlern gewohnt ist. Was passiert da? Ob Bitumen oder unterschiedlich hohe Flecken auf der Straße. Das Öhlins-Fahrwerk bügelt alles weg, daß es eine wahre Freude ist. Der Spaßfaktor steigert sich enorm mit zunehmender Fahrdauer. Mein Grinsen im Gesicht ist mittlerweile so breit, wie das vom Joker im Batman-Film. Die Honda SP vermittelt sehr schnell ein Fahrgefühl. Die Gewöhnungszeit an das Bike ist deshalb sehr kurz. Eigentlich bin ich traurig als unsere Fahrrunde zu Ende war. Sollte ich mal unverhofft zu einem Sack Euros kommen, wäre das ein Mopped für die Renne! Probefahren! Unbedingt! Das ist ein Befehl!

Honda CBR 1000 RR SP

Honda CBR 1000 RR SP

Anmerkung: „Lieber Weihnachtsmann … es ist zwar erst April und ich habe dir schon lange nicht mehr geschrieben … dieses Jahr ist es aber soweit. Ich wünsche mir eine Honda CBR 1000 RR SP. Du brauchst auch nicht bis Dezember warten, sondern kannst sie mir gerne vor der Zeit vorbeibringen … oder vorbeifahren?

Zuletzt schnappte ich mir die Honda VFR 800. Den Motor kenne ich schon von der Honda Crossrunner. Auf den ersten Blick wirkte die Optik sportlich, aber auch irgendwie plump. Also erst mal rauf auf das Bike und … der plumpe Eindruck war schnell verflogen. Die 800er machte doch Lust auf mehr. Auf der Strecke ließ ich den sechsten Gang komplett weg und den fünften benutzte ich nur ab und zu. Dann brüllte der V4, daß es eine wahre Freude war. Ja, der erste Eindruck täuschte … der Fahrtest brachte das echte Wesen der 800er zum Vorschein.

Honda VFR 800

Honda VFR 800

Jeder Tag geht einmal zu Ende. Die schönen Tage leider umso schneller. Mit der RR im Kopf trat ich (wir) die Heimreise an. Ich mit einem Leihmotorrad vom @schrm Ralf, das er mir zur Verfügung stellte. Honda XL 250! Mit ihren 25 PS cruiste ich total entspannt der Gruppe hinterher. Diese kleine, in die Tage gekommene Enduro machte zum Tagesabschluß nochmal richtig Laune. Total stressfrei und tiefenentspannt kam ich zu Hause an. Ich glaubte sogar hin und wieder kurz einen neidischen Blick vom @schrm Ralf bemerkt zu haben.

Honda XL 250

Honda XL 250

Herzlich bedanken möchte ich mich bei Honda und Oliver Franz für die Einladung. Ein toller Tag mit den Motorrädern von Honda bei optimaler Verpflegung und Betreuung. Hoffe auf das nächste Jahr …

 

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